Sonntag, 30. Oktober 2011

Ölpreisentwicklung stagniert bei $110, Japan drosselt Ölnachfrage

Das Nordseeöl Brent kommt derzeit nicht vom Fleck. So stagnierte die Brent Ölpreisentwicklung in der letzten Oktoberwoche 2011 bei 110 Dollar je Barrel (159 Liter). Die japanische Industrieproduktion fiel deutlich stärker, als von Analysten prognostiziert worden war. Nach den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China ist Japan der drittgrößte Ölverbraucher der Welt.

Die Industrieproduktion sank um -4,0 Prozent, teilte das japanische Wirtschaftsministerium mit. Analysten hatten mit einem Rückgang um -2,0 Prozent gerechnet für den Berichtsmonat September 2011. Zwar dürfte die sinkende Ölnachfrage aus Japan nicht übermäßig die Ölpreisentwicklung beeinflussen. Allerdings haben Händler offenbar die schlechten Nachrichten genutzt, um Positionen kurz vor dem Monatsende zu schließen.

Brent vs. WTI

Analysten beobachten aktuell besonders aufmerksam die Differenz (Spread) zwischen der Brent und WTI Ölpreisentwicklung. Während der Brent Ölpreis nicht vom Fleck kam und bei 110 Dollar stagnierte, verteuerte sich WTI Öl. West Texas Intermediate (WTI) kletterte von 87,05 auf 93,50 Dollar (+7,41 Prozent) zwischen dem 24. Oktober und dem 28. Oktober 2011.

Damit verringerte sich der Spread zwischen Brent und WTI auf 16,50 Dollar. Die Preisdifferenz ist so niedrig wie seit vier Monaten nicht mehr. Anfang September 2011 war der Spread zeitweise über 26 Dollar gestiegen. Der Rückgang spiegelt eine Normalisierung der weltweiten Ölmärkte wieder, die im Zuge der Protestbewegungen des arabischen Frühlings durcheinander gewirbelt wurden.

Insbesondere durch die libyschen Lieferausfälle im Laufe des Bürgerkriegs hat sich die Brent Ölpreisentwicklung vom WTI Öl abgekoppelt. Die großen Abnehmer von libyschen Öl, Italien, Frankreich und Deutschland, mussten die Lieferausfälle kompensieren. Dies hat zu einer Ausweitung des Brent-WTI-Spreads geführt, der im letzten Jahr noch durchschnittlich bei 0,74 Dollar gelegen hatte.

Freitag, 28. Oktober 2011

Dax Entwicklung mit Riesen-Sprung auf 6.426 Punkte nach EU-Gipfel

Die Dax Entwicklung klettert auf ein 12-Wochen-Hoch, nachdem sich die Eurogruppe auf ein Paket zur Bekämpfung der Schuldenkrise einigen konnte. Besonders gefragt sind Finanztitel. So können Deutsche Bank und Commerzbank Papiere Tagesgewinne von 15 Prozent einfahren. So lässt der deutsche Aktienindex die 6.000 Punkte weit hinter sich und nähert sich mit Riesenschritten den Marken von 6.500 und 7.000 Punkten.

Für den Dax geht es um +6,37 Prozent nach oben auf 6.425,96 Punkte. Vor dem EU-Gipfel notierte das deutsche Börsenbarometer noch bei 6.041,16 Zählern. Zugleich entfernt sich die Dax Entwicklung 2011 von ihr Zwei-Jahres-Tief bei 4.965,80 Punkten vom 12. September 2011. Börsianer sprechen in diesem Zusammenhang von einem neuen „Bullen-Markt“, weil das Börsenbarometer mittlerweile mehr als 20 Prozent über dem Tiefstand liegt.

„Die Gipfelbeschlüsse beinhalten eine Reihe von Überraschungen“, schreibt der Analyst Peter Oppenheimer von Goldman Sachs. Es wurden mehrere Komponenten beschlossen, welche die Risikoprämien für Aktien senken würden. Oppenheimer prognostiziert zugleich, dass Gewinne von europäischen Aktien steigen.

Erleichterung macht sich bereit, weil Griechenland 50 Prozent seiner Schulden erlassen bekommt und damit wieder die Chance auf einen Verbleib in der Eurozone hat. Darüber hinaus macht der auf eine Billion Euro aufgepumpte Rettungsschirm Eindruck an den Finanzmärkten. Mit großem Interesse nehmen Börsianer auch die Reformankündigungen von Frankreich und Italien zur Kenntnis. Die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Eurozone wollen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und Staatsausgaben drosseln.

Aus technischer Sicht erscheint eine Dax Prognose von 7.000 Punkten bis zum Jahresende realistisch. Der Aufwärtstrend hat sein Potential noch längst nicht ausgeschöpft. Nachdem die Dax Entwicklung eine wichtige Widerstandszone zwischen 6.200-6.350 Punkten durchbrochen hat, ist der Weg frei für eine Bergfahrt.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Dax Entwicklung 2011 geht bei 6.143 Punkten die Puste aus


Die Dax Entwicklung 2011 legt sich auf die Lauer. Börsianer nehmen über der Marke von 6.000 Punkten Gewinne mit und warten gleichzeitig auf die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Schuldenkrise. Die Verunsicherung ist groß. Wenn der erhoffte Durchbruch bei der Bekämpfung der Eurokrise nicht gelingt, dann hätten es die Aktienmärkte schwer die Bergfahrt der vergangenen Wochen am laufen zu halten.

Börsianer wetten seit dem Beginn des vierten Quartals 2011 auf eine Verbesserung des Klimas an den Finanzmärkten. Die Dax Entwicklung kletterte von 5.125 auf 6.143 Punkte (+19,86 Prozent) zwischen dem 4. Oktober und dem 26. Oktober 2011. Neben der geplanten Ausweitung des Euro Rettungsschirms (EFSF) haben stabile Konjunkturdaten die Bergfahrt des deutschen Börsenbarometers begünstigt.

Volkswirte rechnen zwar weiterhin mit einem harten Winter für die deutsche Wirtschaft. Allerdings zeichnet sich bereits eine Besserung der konjunkturellen Lage für das Frühjahr 2012 ab. Weil an den Börsen die Kurse der realwirtschaftlichen Entwicklung um sechs bis neun Monate voraus laufen, macht der Dax bereits zum jetzigen Zeitpunkt Boden gut.

Insgesamt liegt die Dax Entwicklung 2011 aktuell mit -14,44 Prozent in der Verlustzone. Der Dax startete am 3. Januar 2011 bei 6.973 Punkten in den diesjährigen Handel. Aktuell notiert der Aktienindex bei 5.966 Zählern. Der TecDax sackt unter die Marke von 700 Zählern und liegt bei 698 Punkten.

Montag, 24. Oktober 2011

Kupfer Preisentwicklung rauscht ins Tal der Tränen: €5.020/Tonne

Die Kupferpreisentwicklung 2011 befindet sich im freien Fall. So verringerte sich der Kupferkurs in den letzten acht Monaten von 7.500 auf 5.020 Euro je Tonne (-33,07 Prozent). Das Industriemetall leidet besonders unter der Abkühlung der Weltkonjunktur. Die beiden größten Kupferverbraucher, China und USA, werden durch die Euro Schuldenkrise in ihrem Wachstum gehemmt.

Am Weltmarkt wird der Kupferkurs in Dollar gehandelt und abgerechnet. So wird die Talfahrt der Kupferpreisentwicklung 2011 auch beim Gegenwert des Industriemetalls in der US-Währung sichtbar. Nachdem der Tonnenpreis am 7. Februar 2011 bei 10.148 Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte, folgte ein Absturz auf 6.785 Dollar (-33,14 Prozent) bis zum 3. Oktober 2011.

Aktuell kann sich die Kupferpreisentwicklung ein wenig erholen und klettert auf 7.062 Dollar pro Tonne. So kommt die chinesische Wirtschaft wieder besser in Schuss, signalisiert der Einkaufsmanagerindex (PMI) aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Der PMI kletterte von 49,9 auf 51,1 Punkte. Damit befindet sich der Index wieder über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert eine robuste wirtschaftliche Expansion der chinesischen Industrie.

Die Kupferpreisentwicklung im Euroraum bleibt vorerst vergleichsweise günstig, wegen einem stärkeren Euro. So stieg der Euro Wechselkurs von 1,3145 auf 1,3953 Dollar zwischen dem 4. Oktober und dem 24. Oktober 2011. Die Aufwertung der europäischen Gemeinschaftswährung in Höhe von +6,15 Prozent macht das Industriemetall Kupfer für europäische Abnehmer noch günstiger.

Rohstoffexperten sind der Meinung, dass die Kupferpreisentwicklung Nachholbedarf habe. Andere Rohstoffe, wie Rohöl, sind seit Wochen am steigen und signalisieren ein Ende der konjunkturellen Talfahrt. Dies dürfte sich früher oder später auch auf im Kupferpreis niederschlagen.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Rohöl Preisentwicklung steigt im Laufe des EU-Gipfel-Marathons

Die Rohölpreisentwicklung setzt ihren Aufwärtstrend fort. Aktuell kostet das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 109,88 Dollar. Das nordamerikanische West Texas Intermediate (WTI) liegt bei 87,66 Dollar. Beide Ölpreisentwicklungen haben sich in den letzten Wochen von ihrem Tiefstständen zu Beginn des vierten Quartals 2011 deutlich entfernt.

Am 4. Oktober 2011 fiel der Brent Ölpreis auf 99,10 Dollar und markierte ein Acht-Monats-Tief. WTI Rohöl sank auf 74,95 Dollar und war so billig wie zuletzt im September 2010. Rezessionsängste im Zuge der Schuldenkrise dämpften die Nachfrage nach dem schwarzen Gold. Mittlerweile zeichnet sich jedoch ab, dass die konjunkturelle Abkühlung in Europa und den USA weniger intensiv ausfallen dürfte.

Spekulanten schrauben ihre Wetten auf eine steigende Rohölpreisentwicklung an den Terminmärkten wieder nach oben. Der Saldo zwischen Kauf- und Verkaufskontrakte von spekulativen Konten bei WTI Öl steigt wieder. An der New York Mercantile Exchange erhöhte sich die Differenz von +108.164 auf +144.371 in den letzten zwei Wochen.

Lagerbestände, Heizöl

Fallende Rohöllagerbestände in den Vereinigten Staaten lieferte Großspekulanten ein weiteres Argument, um auf höhere Ölpreise zu setzen. Anstatt eines Lageraufbaus in Höhe von 1,3 Millionen Barrel wie von Analysten erwartet, kam es zu einem Abbau. Die US-Mineralölkonzerne verringerten ihre Ölvorräte um 4,7 Millionen Barrel.

Der Anstieg der Rohölpreisentwicklung hat bereits die Heizölpreise auf Rekordhochs getrieben. So kletterte der Heizölpreis im bundesdeutschen Durchschnitt auf 86,40 Euro pro 100 Liter. Damit ist Heizöl teurer als im April 2011, als für die Referenz-Abnahmemenge von 3.000 Litern 85,30 Euro bezahlt werde musste.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die paradoxe Stahl Preisentwicklung fällt obwohl der Rohölpreis steigt


Derzeit findet eine paradoxe Öl- und Stahlpreisentwicklung statt. Beide Rohstoffe sind gute Konjunkturindikatoren und steigen in der Regel, wenn sich die Wachstumsaussichten verbessern. Allerdings signalisieren die diametral auseinander laufenden Preisentwicklungen ein verwirrendes Konjunkturbild. Der Stahlpreis fällt in den Keller, während am Ölmarkt die Notierungen nach oben sprudeln.

Die Stahlpreisentwicklung sinkt in den letzten zwei Monaten von 475,86 auf 396,74 Euro je Tonnen. An der Londoner Metallbörse (LME) wird Walzstahl um -16,63 Prozent billiger. Beim Stahlpreis in Dollar fällt die Talfahrt noch kräftiger aus mit einem Rückgang von 690,00 auf 547,50 USD (-20,65 Prozent).

Kräftig am steigen ist hingegen der Ölpreis. Das amerikanische WTI-Rohöl kletterte von 74,95 auf 89,65 Dollar (+19,61 Prozent). Nordseeöl Brent kostet wieder deutlich mehr als 100 Dollar je Barrel. Die Brent Rohölpreisentwicklung erhöht sich von 99,10 auf 113,80 Dollar (+14,83 Prozent). Die anziehenden Ölpreise deuten darauf hin, dass sich die Weltkonjunktur offenbar nicht so stark abgekühlt hat, wie befürchtet worden war.

Das Essener RWI Wirtschaftsforschungsinstitut prognostiziert einen Rückgang um acht Prozent für die deutsche Stahlproduktion zwischen 2011 und 2012. So erwarten die RWI-Ökonomen, dass sich die Produktion von 44 auf 40,4 Millionen Tonnen verringert. Die Abnahme sei der lahmenden Konjunktur im Euroraum sowie einer verlangsamte Investitionsdynamik geschuldet.

Die Stahlpreisentwicklung 2011 hatte Ende August an der Marke von 700 Dollar gekratzt. So kletterte der Stahlpreis auf 690 Dollar bzw. 476 Euro je Tonne und erreichte ein Rekordhoch. Seitdem haben Stahlkocher jedoch schlechte Karten ihre Preisvorstellungen bei den Abnehmern durchzusetzen und verbuchen Umsatzrückgänge.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Eurokurs aktuell und Kanzlerin Merkel mauern vor EU-Schuldengipfel


Am Devisenmarkt lässt der Eurokurs ein wenig Dampf ab gegenüber dem Schweizer Franken. Der Wechselkurs fällt unter die Marke von 1,24 Schweizer Franken und steht aktuell bei EUR/CHF 1,2345. Die deutsche Bundesregierung versucht die Erwartungen an den EU-Gipfel am 23. Oktober 2011 zu dämpfen. Der Regierungssprecher von Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble signalisieren, dass es den ganz großen Wurf zur Krisenbewältigung nicht geben werde.

Der Euro Dollarkurs befindet sich ebenfalls wieder auf einer Talfahrt. So konnte sich der Euro Wechselkurs nur kurzzeitig über 1,3900 Dollar halten. Nachdem die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3914 US-Dollar eine Neun-Monats-Hoch erreichte, geht es rapide bergab. Die Euro Kursentwicklung verliert in wenigen Stunden mehr als 2,5 Cents und fällt auf 1,3656 Dollar (-1,85 Prozent).

Die Dax Entwicklung 2011 sinkt auf 5.747 Punkte. Seit das deutsche Börsenbarometer im Verlauf des gestrigen Handelstages die Marke von 6.000 Punkten knackte und ein Zwei-Monats-Hoch bei 6.081 Zählern markierte, geht es wieder nach unten. Allerdings ist bei 5.747 Punkten zunächst Schluss mit der Talfahrt. Viele Börsianer wettern Schnäppchen-Preise, weil sich die Realwirtschaft nicht so stark von der Schuldenkrise abwürgen lässt, wie bisher befürchtet worden war.

Gold will weiterhin nicht so recht in Tritt kommen. Die Feinunze liegt bei 1.656 Dollar bzw. 1.210 Euro. Damit kostet das Gramm Feingold wieder weniger als 40 Euro. Aktuell liegt der Goldpreis pro Gramm bei 38,90 Euro. Die Silberpreisentwicklung dümpelt ebenfalls vor sich hin und notiert bei 31,04 Dollar und 22,67 Euro je Feinunze.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Spekulanten wetten verstärkt auf steigende Öl Preisentwicklung 2011

Die Ölpreisentwicklung 2011 hangelt sich wieder nach oben. So verteuerte sich das Nordseeöl Brent um 13,56 Dollar in den letzten zwei Wochen und kostet aktuell 112,66 Dollar. Das amerikanische West Texas Intermediate (WTI) Rohöl steigt von 74,95 auf 87,55 Dollar (+16,81 Prozent). Gleichzeitig wetten Spekulanten am Terminmarkt wieder stärker auf einen Anstieg beim Ölpreis.

Am der New York Mercantile Exchange (NYMEX) erhöhen zum ersten Mal seit sechs Wochen die Wetten von Großspekulanten auf eine steigende WTI Ölpreisentwicklung 2011. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten von spekulativen Konten weitete sich von +108.164 auf +121.061 aus. Hedge Fonds setzen darauf, dass die Schuldenkrise gelöst wird und Europa nicht länger ein Bremsklotz für die Weltkonjunktur ist.

Zwar sei die Schuldenkrise noch längst nicht gelöst. Allerdings würden die Europäer Fortschritte machen, was der steigenden Ölpreisentwicklung 2011 entgegen komme, meint der Öl-Analyst Michael Wittner von der französischen Großbank Société Générale. Des weiteren hätten sich Konjunkturdaten, insbesondere aus den Vereinigten Staaten, verbessert, so Wittner.

Die US-Einzelhandelsumsätze sind dreimal so gut ausgefallen wie von Volkswirten prognostiziert. Die Kernumsatzzahlen, welche den Auto-Absatz nicht beinhalten, kletterten um +0,6 Prozent im September 2011 gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig hat die US-Regierung weniger Schulden gemacht als befürchtet. Finanzminister Geithner konnte sich über höhere Einnahmen freuen.

Aufgrund der steigenden Ölpreisentwicklung 2011 klettern auch die die Kosten für Heizöl, Benzin und Diesel. Der Heizölpreis erhöht sich im Bundesdurchschnitt auf 85,90 Euro je 100 Liter für eine Abnahmemenge von 3.000 Litern. Diesel verteuerte sich von 1,38 auf 1,45 Euro. Normalbenzin steht bei 1,58 Euro und ist kurz davor die Marke von 1,60 Euro zu durchbrechen, was zuletzt am 17. September 2011 gelang.

Freitag, 14. Oktober 2011

Prognose Wirtschaftswachstum Deutschland 2011 Herbstgutachten

Das Wirtschaftswachstum Deutschland 2011 bleibt robust. So werde die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um +2,9 Prozent wachsen, prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im Rahmen ihres Herbstgutachtens. Für das nächste Jahr erwarten die Top-Ökonomen eine Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von +0,8 Prozent.

Vorherige Prognosen zum Wirtschaftswachstum Deutschland 2011/12 zeigen, das mehr drin gewesen wäre. Im Frühjahr lief die Konjunktur in Deutschland so optimal, dass Volkswirte für das Gesamtjahr mit einem BIP-Anstieg von bis zu vier Prozent gerechnet hatten. Darüber hinaus mussten die Wirtschaftsinstitute ihre Prognose für 2012 von +2,0 auf +0,8 Prozent nach unten korrigieren.

Auf den Arbeitsmarkt werde sich die Konjunkturabbremsung nicht in Form steigender Arbeitslosenzahlen auswirken, meinen die Institute. Das Gegenteil sei der Fall. So dürfte die Zahl der Arbeitslosen von durchschnittlich drei Millionen in diesem Jahr im nächsten Jahr auf 2,8 Millionen fallen. Dies entspräche einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent.

Inflationsentwicklung 2011

Neben dem Wirtschaftswachstum bereitet die Inflationsentwicklung den Konjunkturoptimisten Sorgen. So kletterten die Verbraucherpreise im Euroraum um drei Prozent im September 2011 im Vergleich zum September 2010. Damit liegt die Inflation um 50 Prozent über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), welche eine Jahresteuerung von knapp unter zwei Prozent anpeilt.

In Deutschland lag die Inflationsentwicklung im Berichtsmonat September 2011 mit 2,6 Prozent unter dem Euroland-Durchschnitt. Aktuell kletterten jedoch die Verbraucherpreise so schnell wie zuletzt vor drei Jahren. Leichtes Heizöl verteuerte sich um +23,8 Prozent auf Jahressicht. Im September 2008 hatte der Preisindex des Statistischen Bundesamtes bei +2,9 Prozent gelegen.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Dax Entwicklung 2011 schaltet einen Gang höher nach Merkozy-Mix

Die Dax Entwicklung 2011 kratzt an der Marke von 6.000 Punkten. Aktuell steht das deutsche Börsenbarometer bei 5.966,50 Punkten und befindet sich auf einem Zwei-Monats-Hoch. Deutschland und Frankreich gehen voran bei der Bekämpfung der Schuldenkrise. Es herrscht Einigkeit zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, dass man europäische Banken mit zusätzlichem Eigenkapital ausstatten muss.

Man will die Geldhäuser offenbar auf einen tief greifenden Schuldenschnitt für Griechenland vorbereiten. Der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker, sagte dem österreichischen Fernsehen, dass man über einen Schuldenerlass von mehr als 60 Prozent diskutiere. Dadurch würden sich ungefähr 210 Milliarden Euro in Nichts auflösen.


Aus technischer Sicht befinde sich die Dax Entwicklung 2011 aktuell in einer heiklen Zone. Das Kursband zwischen 5.870-6.025 Punkten müsse durchbrochen werden, damit sich die Bergfahrt fortsetzen könne. Ansonsten drohe eine negative Korrektur. In deren Verlauf dürfte der Dax ungefähr ein Drittel der Oktober 2011 Kursgewinne wieder abgeben und auf 5.685 Punkte fallen, meinen Charttechniker.

Die Dax Entwicklung lässt sich aktuell auch nicht von dem Nein der slowakischen Parlamentarier zur Ausweitung des Rettungsschirms (EFSF) aus dem Tritt bringen. So haben die Slowaken bereits eine zweite Abstimmung in Aussicht gestellt, bei der die Opposition zustimmen sollte. Darüber hinaus dürfte sich die Slowakei kaum zum Buhmann Europas machen wollen, weil man ohne den größeren Handlungsspielraum des EFSF die Schuldenkrise nicht bekämpfen kann.

Montag, 10. Oktober 2011

Die Euribor und EZB Leitzins Entwicklung für 2012 prognostizieren

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat aktuell kaum Spielraum die Leitzinsentwicklung abzusenken. So lag die Inflation im Euroraum bei drei Prozent im September 2011 auf Jahressicht. Dadurch kann die EZB vorerst nicht an der Zinsschraube zu drehen. Oberster Ziel der Währungshüter ist es für stabile Preise in der Eurozone zu sorgen mit einer Teuerungsrate knapp unter zwei Prozent.

Es bleibt vorerst trotz Wirtschaftsabkühlung und Schuldenkrise bei einem Leitzinssatz im Euroraum in Höhe von 1,50 Prozent. Um für Preisstabilität zu sorgen, hat die EZB im April und Juli 2011 den Schlüsselzins jeweils um 0,25 Prozent angehoben. Allerdings droht dem Euroraum mittlerweile der Rückfall in eine Rezession und so wäre eine Leitzinssenkung durchaus angebracht, meinen Vertreter einer aggressiveren Geldpolitik nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed.

3-Monats Euribor Entwicklung 2011.

Der vor sich hin dümpelnde Leitzinssatz wirkt sich unmittelbar auf die Euribor Entwicklung aus. Der 3-Monats Euribor kann nicht mehr steigen wie noch in der ersten Jahreshälfte 2011. Der Geldmarktsatz steht aktuell bei 1,567 Prozent und pendelt seit Monaten in einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,53-1,60 Prozent. Der Euribor erreichte am 26. Juli 2011 bei 1,615 Prozent sein Jahreshoch 2011.

Typischerweise liegt die 3 Monats Euribor Entwicklung ein wenig über der EZB Leitzinsentwicklung. Wenn die Inflation im Euroraum in den nächsten Monaten zurück geht und die Europäische Zentralbank Handlungsspielraum für eine Zinssenkung bekommt, dann dürfte auch der Euribor fallen. Am Geldmarkt ist die Lage derzeit angespannt, weil die Banken sich untereinander nicht trauen und im erhöhten Umfang Geld bei der Zentralbank parken.

Samstag, 8. Oktober 2011

Rohöl Preisentwicklung steigt auf $83, Spekulanten fassen Mut


Am Rohstoffmarkt tendiert die Rohölpreisentwicklung nach oben. So klettert der Rohölpreis auf 82,97 Dollar. Ein positiver US-Arbeitsmarktbericht macht Hoffnung, dass die konjunkturelle Abkühlung nicht allzu stark ausfallen wird. Zwar verharrt die Arbeitslosenrate in den Vereinigten Staaten bei 9,1 Prozent. Allerdings wurden unter dem Strich 103.000 neue Jobs geschaffen. Analysten hatten mit einem Stellenplus von 55.000 gerechnet.

Sobald Silberwölkchen am Konjunkturhimmel sichtbar werden, profitiert in der Regel die Rohölpreisentwicklung. Die Gefahr eines Absturzes des Ölpreises unter die Marke von 70 Dollar kann vorerst abgehakt werden. Spekulanten dürften ebenfalls ihre Wetten auf kletternde Rohölpreise erhöhen, nachdem die Ölpreisentwicklung bei 74,95 Dollar am 4. Oktober 2011 eine Kehrtwende vollzog.

Unterdessen wird die steigende Rohölpreisentwicklung zu Beginn des vierten Quartals 2011 sofort beim Heizöl sichtbar. Der Heizölpreis erhöhte sich von 80,85 auf 82,50 Euro pro 100 Liter im Bundesdurchschnitt zwischen dem 4. Oktober und dem 7. Oktober 2011. Der Anstieg um 1,65 Euro bzw. +2,04 Prozent dürfte sich während der kalten Jahreszeit fortsetzen.

Die Heizölkosten in Deutschland haben sich in den letzten Monaten kaum durch die Talfahrt am Rohölmarkt reduziert. Als der Ölpreis auf 114,80 Dollar kletterte am 2. Mai 2011 und sein Jahreshoch erreichte, kostete Heizöl 82,60 Euro je 100 Liter. Aktuell ist Rohöl zwar um -27,73 Prozent billiger, paradoxerweise ist Heizöl jedoch teurer als vor fünf Monaten.

Neben der erhöhten Nachfrage nach Heizöl aufgrund des bevorstehenden Winters ist der weiche Euro schuld, dass sich die Heizöl- und von der Rohölpreisentwicklung abkoppeln konnte. Der Dollarkurs kletterte von 0,6874 auf 0,7477 Euro (+8,77 Prozent) zwischen dem 4. Mai und dem 7. Oktober 2011.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Dax Entwicklung 2011 kommt am oberen Ende des Kanals an: Was nun?


Die Dax Entwicklung 2011 setzt den Anstieg fort. In den letzten 2,5 Handelstagen klettert der deutsche Aktienindex von 5.125,44 auf 5.609,69 Punkte (+9,45 Prozent). Börsianer stehen nun vor der Frage: „Kasse machen oder auf die Etablierung eines kurzfristigen Aufwärtstrend setzen?“ Seit Anfang September 2011 pendelt der Dax in einem Seitwärtskanal.

Es ist ein ständiges Auf und Ab für die Dax Entwicklung und so schwankt das Börsenbarometer die meiste Zeit zwischen 5.090 und 5.640 Punkten. Derzeit nähert sich der Kursverlauf der oberen Begrenzung. Wenn es der Dax schafft über 5.650 Punkten zu schließen, dann wäre Platz auf 5.790 Punkte in den nächsten Handelstagen. Sollte es der Aktienindex auch fertig bringen diesen Widerstand zu überwinden, bestünde freie Fahrt über die Marke von 6.000 Punkten.

Aus fundamentaler Sicht sind die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der US-Arbeitsmarktbericht von entscheidender Bedeutung. Zwar steht eine unmittelbare Leitzinssenkung der EZB nicht bevor. Allerdings könnte der scheidenden Notenbank-Chef Jean Claude Trichet signalisieren, dass sein Nachfolger Mario Draghi zum Jahreswechsel 2011/12 an der Zinsschraube drehen will.

Fallende Leitzinsen sind grundsätzlich gut für die Börse und würden die Dax Entwicklung 2011/12 dabei unterstützen, verlorenes Terrain zurück zu erobern. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzinssatz in diesem Jahr zweimal angehoben um jeweils 0,25 Prozent, so dass der Schlüsselzins aktuell bei 1,50 Prozent steht.

Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes könnte Börsianer zusätzlich bestärken. Aktien sind vergleichsweise günstig bewertet. Bei positiven Arbeitsmarktzahlen hätte auch die Dax Entwicklung 2011 weiteren Spielraum nach oben. Zu einem kleinen Kursfeuerwerk könnte es kommen, wenn die Zahl der neu geschaffenen Stellen über der Marke von 100.000 Jobs liegen würde.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Dax Entwicklung 2011 zieht’s zum Quartalsauftakt wieder nach unten


Die Dax Entwicklung 2011 sieht wieder rot. So weitet der deutsche Aktienindex seine Verluste an den ersten beiden Handelstagen des vierten Quartals aus und fällt auf 5.178,65 Punkte. Insgesamt sinkt der Dax in vier Tagen um 525,76 Punkte (-9,22 Prozent). Der vorübergehende Anstieg auf 5.704,41 Punkten hat sich als ein Strohfeuer entpuppt.

Bank-Aktien kommen wieder unter Verkaufsdruck. Deutsche Bank und Commerzbank Papiere akkumulieren Kursverluste von mehr als zehn Prozent. Das französisch-/belgische Geldhaus Dexia steckt in Schwierigkeiten. So planen die Finanzminister von Belgien und Frankreich offenbar die Gründung einer Bad Bank, in welcher Dexia die schwächelnden italienischen- und spanischen Auslandstöchter sowie Ramschanleihen aus Griechenland zusammenfassen könnte.

Neben den Bankenproblemen versetzt die griechische Staatsschuldenkrise Investoren wieder einmal in Angst und Schrecken. Die Dax Entwicklung 2011 weitet die Verluste aus, nachdem bekannt wurde, dass Griechenland die vereinbarten Sparziele nicht erreicht. Anstatt eines Haushaltsdefizits in Höhe von 7,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) wird Griechenland mindestens 8,5 Prozent ausweisen. Die Zahl könnte noch steigen, wenn der Euroraum in eine Rezession abrutscht.

Aus technischer Sicht befindet sich die Dax Entwicklung im Oktober 2011 in einer Konsolidierungsphase. Dabei pendelt der Leitindex zwischen 5.100 und 5.700 Punkten. Aufgrund der enormen Unsicherheit scheint eine rasche Erholung ausgeschlossen. Allerdings ist auch das Abwärtspotential begrenzt, weil viele Börsianer Schnäppchen-Kurse wittern.

Die Pendelbewegung ist in erster Linie etwas für kurzfristige Anleger. Sie kaufen Aktien an der unteren Begrenzungslinie bei 5.100 Punkten und verkaufen sobald die Dax Entwicklung an der oberen Begrenzung bei 5.700 Punkten abprallt. Das Ganze könnte noch Wochen so weitergehen. Viele Privatanleger vergessen oft, dass Aktienkurse lange Zeiträume seitwärts verlaufen.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Ölpreis Entwicklung 2011 bei 78,77 USD ist charttechnisch kaputt

Am Rohstoffmarkt fällt auch die Ölpreisentwicklung 2011. Aktuell kostet das „schwarze Gold“ 78,77 USD je Barrel. Hierbei handelt es sich um den Ölpreis für die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI). Das Nordseeöl Brent liegt bei einem Preis pro Barrel (159 Liter) von 102,30 Dollar. Beide Ölsorten tendieren seit Monaten nach unten und befinden sich in einem mittelfristigen Abwärtstrend.

Die WTI Ölpreisentwicklung fiel von 114,80 auf 75,70 USD (-34,06 Prozent) zwischen dem 2. Mai und dem 9. August 2011. Aktuell befindet sich WTI Öl an einer entscheidenden Stelle. Wenn der Ölpreis das 12-Monats-Tufe bei 75,70 USD auf Schlusskursbasis durchbricht, wäre der Weg frei für einen noch steileren Abstieg. Die Schwungkraft im Zuge des Abwärtstrends würde sich erhöhen und einen Absturz unter die Marke von 70 Dollar je Barrel ermöglichen.


Der 50-Tage und 200-Tage Durchschnitt signalisiert Abwärtspotential. So befindet sich die Ölpreisentwicklung 2011 seit Monaten unter den von Technischen Analysten viel beachteten Durchschnittslinien. Das Verkaufssignal hat sich weiter verstärkt, weil mittlerweile auch die 200-Tage Durchschnittslinie ein Gefälle aufweist. Die Zustandsänderung ist für die aktuelle Ölprognose wichtig, weil sie erst am 21. September 2011 eintrat.

Aus fundamentaler Sicht verursacht die Abkühlung der Weltkonjunktur eine Entspannung der Ölpreisentwicklung 2011. Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten drohen in Rezessionen abzugleiten. Die beiden größten Wirtschaftsregionen der Welt machen einen Anteil der globalen Ölnachfrage von 38 Prozent aus, laut einer Statistikerhebung des britischen Mineralölkonzerns BP.

Darüber hinaus steigt das Ölangebot, weil Libyen die Produktion wieder nach oben fährt und der Irak ebenfalls seine Fördermenge erhöhen kann. Der libysche Ölminister Ali Tarhouni sagte, dass man aktuell 300.000 Barrel Rohöl täglich produziere. Die Menge liegt zwar deutlich unter den Förderquoten von 1,6 Billionen Barrel während des Gaddafi-Regimes, ist allerdings bereits doppelt so hoch wie während des Bürgerkriegs.