Die Immobilienpreisentwicklung hat den deutschen Aktienindex hinter sich gelassen. Wohnungsneubauten sind Ende 2011 um bis zu fünf Prozent teurer als im Januar 2011. Die Dax Entwicklung 2011 war hingegen ein Minusgeschäft. Das deutsche Börsenbarometer fiel von 7.026,62 Punkte auf 5.847,03 Punkte zwischen dem 3. Januar und dem 20. Dezember 2011. Daraus ergibt sich ein Verlust von -1.179,59 Punkte bzw. -16,79 Prozent.
Am steilsten stieg die Immobilienpreisentwicklung im bundesdeutschen Durchschnitt für Wohnungsneubauten. Hier zeigt der von Immobilienscout24 herausgegeben IMX Index einen Anstieg von 110,4 auf 115,7 Punkte (+4,8 Prozent) zwischen November 2010 und November 2011. Es folgen Neubauten von Wohnhäusern mit einer Erhöhung von +1,7 Prozent, bestehende Wohnhäuser mit +1,4 Prozent und Eigentumswohnungen mit +0,99 Prozent.
Für die Immobilienpreisentwicklung 2012 rechnen Experten mit einer Fortsetzung der Teuerungswelle, insbesondere in den begehrten Ballungszentren München, Berlin, Hamburg und Frankfurt. Allerdings haben die Aktienmärkte größeres Steigerungspotential. Die herben Kursverluste im Zuge der Schuldenkrise gilt es aufzuholen. Vermögensverwalter erwarten, dass die Dax Entwicklung Ende 2012 um mindestens zehn Prozent höher stehen wird.
Gespeist wird die Rückkehr vielen Investoren an die Börse durch günstige Einstiegskurse, hohe Dividendenrenditen und eine allmähliche Besserung der Konjunktur. Die Bundesbank prognostiziert ein Wirtschaftswachstum Deutschland 2012 in Höhe +0,6 Prozent. Für das übernächste Jahr erwarten die Volkswirte der Notenbank sodann einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von +1,8 Prozent.
Bei der Immobilienpreisentwicklung bleibt München das teuerste Pflaster. Dies gilt in erster Linie für Wohnungsneubauten und Häuserneubauten. Bei bereits bestehenden Wohnhäusern liegt die bayrische Metropole hinter Hamburg und Frankfurt. Berlin holt immer weiter auf und hängt München mittlerweile bei der Preisgestaltung von Wohnungsneubauten sogar ab.