Aktuelle Konjunkturdaten aus dem Exportsektor zeigen, dass die deutsche Wirtschaft noch brummt. So kletterte der Exportüberschuss um 1,5 auf 15,3 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Außenbeitrag von 12,9 Milliarden Euro gerechnet für den Berichtsmonat September 2011 gegenüber dem Vormonat.
Deutsche Unternehmen profitieren noch sehr stark von prallgefüllten Auftragsbüchern. Wenn diese weitgehend abgearbeitet sind, dürfte sich das Wirtschaftswachstum Deutschland spürbar verlangsamen. Erste Indikatoren, wie Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe, zeigen bereits rückläufige Tendenzen. So sanken die industriellen Auftragseingänge um -4,3 Prozent zwischen August und September 2011.
Wenn sich die Schuldenkrise weiter verschärfe, dann könnte das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf +0,4 Prozent fallen im nächsten Jahr, sagen die Wirtschaftsweisen. Die Unternehmen werden den Vertrauensverlust an den Finanzmärkten zu spüren bekommen. Die Unsicherheit spiegelt sich insbesondere in den Geschäftserwartungen wieder, welche sich seit Monaten eintrüben.
| Dax Entwicklung 2011. |
Unterdessen schafft es der deutsche Aktienindex sich zu stabilisieren. Aktuell notiert der Dax bei 6.015,10 Punkten und ist damit um +21,13 Prozent höher als vor zwei Monaten. Am 12. September 2011 fiel die Dax Entwicklung auf 4.965,80 Punkte und markierte ein Zwei-Jahres-Tief. Der Dax läuft der realwirtschaftlichen Entwicklung in der Regel um sechs- bis neun Monate voraus.