Montag, 14. November 2011

Ölpreis Entwicklung bleibt im ersten Anlauf kurz vor $100 hängen


Die Ölpreisentwicklung der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) schafft vorerst nicht den Sprung über die Marke von 100 Dollar je Barrel. Der WTI Ölkurs bleibt bei 99,69 Dollar hängen. Rohstoffanalysten rechnen jedoch in den kommenden Handelstagen mit einem zweiten Anlauf. Das Nordseeöl Brent kostet aktuell 112,10 Dollar je Barrel (159 Liter).

Seit dem Beginn des vierten Quartals 2011 befindet sich die WTI Ölpreisentwicklung in einem steilen Anstieg. Das US-Rohöl verteuerte sich in den letzten Wochen um +33,01 Prozent. Am 4. Oktober 2011 hatte der Rohölpreis noch bei 74,95 Dollar gelegen und markierte ein Jahrestief. Brent erhöhte sich um +17,50 Prozent und erreichte bei 116,44 Dollar am 8. November 2011 ein Zwei-Monats-Hoch.

Unterdessen schlägt sich die steigende Ölpreisentwicklung immer stärker in den Heizölpreisen nieder. Die Heizölpreisentwicklung für eine Bestellmenge von 3.000 Litern kletterte von 76,10 auf 88,20 Euro pro 100 Liter in den letzten drei Monaten. Damit ist der Energieträger so teuer wie zuletzt im Sommer 2011. Damals war der Brent und WTI Ölkurs kurz davor die Marke von 150 Dollar zu überspringen.

Spekulanten wittern Morgenluft bei der Ölpreisentwicklung. Zwar lahmt die weltweite Konjunktur im Zuge der Euro Schuldenkrise. Allerdings existieren erhebliche geopolitische Risiken im Nahen Osten. So könnte es zu einem Militärschlag gegen den Iran kommen, weil sich Teheran nicht auf die zivile Nutzung der Atomkraft beschränkt.

Analysten müssen daher eine konjunkturunabhängige Risikoprämie bei der Ölpreisentwicklung einkalkulieren. Gleichzeitig erhöhen Hedge Fonds und andere Spekulanten ihre Wetten auf einen Anstieg beim Ölpreis. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten auf WTI-Rohöl kletterte von +108.164 auf +161.612 Kontrakte.