Tankstellenportale verweisen auf den Anstieg von Rohöl. So kletterte der Ölpreis für die Nordseesorte Brent von 101,34 auf 109,60 Dollar (+8,15 Prozent) in den letzten acht Wochen. Deutlich stärker stieg das Barrel (159 Liter) für die amerikanische Sorte West Texas Intermediate. Das texanische Öl erhöhte sich von 74,95 auf 103,34 Dollar (+37,88 Prozent) zwischen dem 4. Oktober und dem 17. November 2011.
Ein vergleichsweise weicher Euro erhöht die Dieselpreisentwicklung zusätzlich. So hat die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar seit Ende Oktober um -6,15 Prozent abgewertet. Der Eurokurs fiel von 1,4246 auf 1,3421 Dollar zwischen dem 27. Oktober und dem 17. November 2011. Die Abwertung des Euro verteuert Mineralölprodukte für Einkäufer aus der Eurozone.
Im Vergleich zur Dieselpreisentwicklung fällt der Anstieg bei Normalbenzin mickrig aus. Der Abgabepreis für Benzin erhöhte sich seit Quartalsbeginn um lediglich ein Cent. Aktuell liegt der Benzinpreis bei 1,57 Euro im Bundesdurchschnitt. Damit ist der Kraftstoff billiger als während der Sommerferien als der Zapfsäulenpreis zeitweise 1,61 Euro pro Liter betrug.
Unterdessen wird Heizöl immer teurer. So kletterte die Heizölpreisentwicklung auf ein Drei-Jahres-Hoch. Für die Referenzbestellmenge von 3.000 Litern der Standardsorte müssen Endverbraucher durchschnittlich 88,95 Euro pro 100 Liter bezahlen. Im August 2011 kostete Heizöl 76,10 Euro. Neben den steigen Ölnotierungen wirkt sich die erhöhte Nachfrage im Zuge der kalten Jahreszeit preistreibend aus.