Sonntag, 27. November 2011

Dax Entwicklung mit miserablem November frohlockt im Dezember 2011


Die Dax Entwicklung taucht unter die Marke von 5.500 Punkten ab und schließt bei 5.492,87 Punkten. Damit liegt das Aktienbarometer, welches die 30 größten deutschen Unternehmen umfasst, 441,67 Punkte bzw. -7,44 Prozent in der Verlustzone. Am 1. November notierte der Eröffnungskurs für den Dax noch bei 5.934,54 Punkten.

Durch das Aufflammen der Schuldenkrise kehren Investoren den Aktienmärkten den Rücken zu. Gefragt bleiben sichere Staatsanleihen. Ganz oben auf der Liste stehen weiterhin US-Schuldtitel. Obwohl die Treasuries von der Ratingagentur Standard & Poor’s nicht mehr die Top-Bonitätsnote Triple-A inne haben, bleibt die Nachfrage riesig.

Im Gegenzug sinken die Umlaufrenditen von zehnjährigen Staatsanleihen aus den Vereinigten Staaten von 1,99 auf 1,96 Prozent in den letzten vier Wochen. Weniger Geld fließt hingegen aus der Dax Entwicklung in den deutschen Rentenmarkt. Bundesanleihen haben einen Dämpfer bekommen, nachdem am 23. Oktober 2011 eine Platzierung der Bundesfinanzagentur scheiterte.

Der Finanzminister muss Investoren einen höheren Zinssatz bieten. Umlaufrenditen von deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren kletterten von 1,77 auf 2,26 Prozent zwischen dem 1. November und dem 27. November 2011. Die Schuldenkrise kommt in Kern-Europa an. Triple-A Länder wie Österreich, die Niederlande und Finnland sehen sich ebenfalls mit höheren Risikoaufschlägen konfrontiert.

Börsianer rechnen, dass sich der Spieß bei der Dax Entwicklung und den Anleihemärkten im Dezember 2011 wieder umdrehen könnte. Im Dax gibt es eine Menge dividendestarker Einzeltitel, welche sich institutionellen Investoren zu Schnäppchen-Preisen sichern können. Die Gier dürfte die Angst immer mehr zurückdrängen, sobald es Anzeichen gibt, dass sich das Wachstumstempo der Weltwirtschaft wieder erhöhe.