Der deutsche Aktienindex Dax macht einen Riesensprung und klettert auf 6.097,68 Punkte um 14:36 Uhr MEZ. Anschließend gibt das Börsenbarometer wieder ein wenig nach und notiert zum Handelsauftakt an der Wall Street bei 6.045,50 Punkten. Die Notenbanken sorgen für einen Paukenschlag, in dem sie die Finanzmärkte mit Dollar-Liquidität fluten.
Federal Reserve (Fed), Europäische Zentralbank (EZB), Bank of Japan, Bank of England, Bank of Canada und Schweizerische Nationalbank (SNB) sehen sich aufgrund der zunehmenden Finanzmarkt-Turbulenzen zum Handeln gezwungen. Die Fed verlängert die Swap-Linien, welche die anderen fünf Zentralbanken benutzen, um Geschäftsbanken in ihrem Währungsraum mit Dollar-Liquidität zu versorgen bis zum 1. Februar 2013. Gleichzeitig wird der Zinssatz für Übernachtkreditlinien in Dollar um 0,50 Prozent gesenkt.
Die Dax Entwicklung befindet sich bereits seit dem Ende der letzten Woche auf einer Bergfahrt. So kletterte der Börsenindex von 5.399,85 auf 6.097,68 Punkte zwischen dem 24. November und dem 20. November 2011. Der Anstieg um 697,83 Punkte bzw. +12,92 Prozent zeigt auch, dass sich die Realwirtschaft nicht so stark von der Schuldenkrise in die Bredouille drängen lässt wie befürchtet.
Deutschland, China stützen
In Deutschland zeigt der Arbeitsmarkt, dass die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin günstig ist. Die Arbeitslosenrate fällt von 6,5 auf 6,4 Prozent. Die Anzahl der erwerbslosen Personen geht um 24.000 auf 2.713.000 zurück. Der Einzelhandel verzeichnete im Oktober 2011 ein Umsatzplus in Höhe von 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Analysten hatten mit einem Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet.
Rückenwind erhält die DAX Entwicklung auch aus dem Reich der Mitte. So verringerte die chinesische Notenbank (PBOC) die Mindestreservesätze für Geschäftsbanken. Die größten Geldhäuser des Landes müssen ab sofort 21 Prozent der Bargeldreserven bei der Zentralbank als Mindestreserve halten und nicht mehr 21,5 Prozent.