Montag, 7. November 2011

Brent und WTI Ölpreisentwicklung 2011 machen sich auf und davon


Die Ölpreisentwicklung klettert auf Mehrmonatshochs trotz der konjunkturellen Abkühlung. Händler haben Angst vor einem Militärschlag gegen den Iran. Vor der Veröffentlichung eines Berichtes der Internationalen Atomenergiebehörde (IAE) über die Nutzung der Kernenergie im Iran, setzt der Ölpreis seine November-Rallye fort.

Das Nordseeöl Brent verteuerte sich pro Barrel (159 Liter) von 106,10 auf 114,84 Dollar (+8,24 Prozent) zwischen dem 1. November und dem 7. November 2011. Die Ölnotierungen für die US-Sorte WTI kletterten im gleichen Zeitraum von 89,15 auf 94,91 (+6,46 Prozent). Gleichzeitig stieg der Heizölpreis im bundesdeutschen Durchschnitt von 85,45 auf 86,35 Euro pro 100 Liter.

Immer mehr Spekulanten kehren an den Rohölmarkt zurück und wetten auf eine Fortsetzung des Anstiegs der Ölpreisentwicklung 2011. An der europäischen Terminbörse ICE erhöhten sich die Wetten von Hedge Fonds und anderen Großspekulanten um +12,70 Prozent. Bei den so genannten spekulativen Konten klettert die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten auf Brent-Rohöl von +48.408 auf +54.558 Kontrakte.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich bei der WTI Ölpreisentwicklung ab. Der Saldo von spekulativen Konten am US-Terminmarkt kletterte von +159.718 auf +161.612 Kontrakte. Zwar sind spekulative Markteilnehmer noch nicht so bullish wie im März 2011, als der Saldo bei +275.582 Kontrakten lag und der WTI-Ölpreis deutlich über 100 Dollar notierte. Allerdings zeigt der Spekulanten-Trend seit Wochen nach oben.