Freitag, 14. Oktober 2011

Prognose Wirtschaftswachstum Deutschland 2011 Herbstgutachten

Das Wirtschaftswachstum Deutschland 2011 bleibt robust. So werde die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um +2,9 Prozent wachsen, prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im Rahmen ihres Herbstgutachtens. Für das nächste Jahr erwarten die Top-Ökonomen eine Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von +0,8 Prozent.

Vorherige Prognosen zum Wirtschaftswachstum Deutschland 2011/12 zeigen, das mehr drin gewesen wäre. Im Frühjahr lief die Konjunktur in Deutschland so optimal, dass Volkswirte für das Gesamtjahr mit einem BIP-Anstieg von bis zu vier Prozent gerechnet hatten. Darüber hinaus mussten die Wirtschaftsinstitute ihre Prognose für 2012 von +2,0 auf +0,8 Prozent nach unten korrigieren.

Auf den Arbeitsmarkt werde sich die Konjunkturabbremsung nicht in Form steigender Arbeitslosenzahlen auswirken, meinen die Institute. Das Gegenteil sei der Fall. So dürfte die Zahl der Arbeitslosen von durchschnittlich drei Millionen in diesem Jahr im nächsten Jahr auf 2,8 Millionen fallen. Dies entspräche einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent.

Inflationsentwicklung 2011

Neben dem Wirtschaftswachstum bereitet die Inflationsentwicklung den Konjunkturoptimisten Sorgen. So kletterten die Verbraucherpreise im Euroraum um drei Prozent im September 2011 im Vergleich zum September 2010. Damit liegt die Inflation um 50 Prozent über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), welche eine Jahresteuerung von knapp unter zwei Prozent anpeilt.

In Deutschland lag die Inflationsentwicklung im Berichtsmonat September 2011 mit 2,6 Prozent unter dem Euroland-Durchschnitt. Aktuell kletterten jedoch die Verbraucherpreise so schnell wie zuletzt vor drei Jahren. Leichtes Heizöl verteuerte sich um +23,8 Prozent auf Jahressicht. Im September 2008 hatte der Preisindex des Statistischen Bundesamtes bei +2,9 Prozent gelegen.