Die Ölpreisentwicklung 2011 hangelt sich wieder nach oben. So verteuerte sich das Nordseeöl Brent um 13,56 Dollar in den letzten zwei Wochen und kostet aktuell 112,66 Dollar. Das amerikanische West Texas Intermediate (WTI) Rohöl steigt von 74,95 auf 87,55 Dollar (+16,81 Prozent). Gleichzeitig wetten Spekulanten am Terminmarkt wieder stärker auf einen Anstieg beim Ölpreis.
Am der New York Mercantile Exchange (NYMEX) erhöhen zum ersten Mal seit sechs Wochen die Wetten von Großspekulanten auf eine steigende WTI Ölpreisentwicklung 2011. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskontrakten von spekulativen Konten weitete sich von +108.164 auf +121.061 aus. Hedge Fonds setzen darauf, dass die Schuldenkrise gelöst wird und Europa nicht länger ein Bremsklotz für die Weltkonjunktur ist.
Zwar sei die Schuldenkrise noch längst nicht gelöst. Allerdings würden die Europäer Fortschritte machen, was der steigenden Ölpreisentwicklung 2011 entgegen komme, meint der Öl-Analyst Michael Wittner von der französischen Großbank Société Générale. Des weiteren hätten sich Konjunkturdaten, insbesondere aus den Vereinigten Staaten, verbessert, so Wittner.
Die US-Einzelhandelsumsätze sind dreimal so gut ausgefallen wie von Volkswirten prognostiziert. Die Kernumsatzzahlen, welche den Auto-Absatz nicht beinhalten, kletterten um +0,6 Prozent im September 2011 gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig hat die US-Regierung weniger Schulden gemacht als befürchtet. Finanzminister Geithner konnte sich über höhere Einnahmen freuen.
Aufgrund der steigenden Ölpreisentwicklung 2011 klettern auch die die Kosten für Heizöl, Benzin und Diesel. Der Heizölpreis erhöht sich im Bundesdurchschnitt auf 85,90 Euro je 100 Liter für eine Abnahmemenge von 3.000 Litern. Diesel verteuerte sich von 1,38 auf 1,45 Euro. Normalbenzin steht bei 1,58 Euro und ist kurz davor die Marke von 1,60 Euro zu durchbrechen, was zuletzt am 17. September 2011 gelang.