Am Rohstoffmarkt tendiert die Rohölpreisentwicklung nach oben. So klettert der Rohölpreis auf 82,97 Dollar. Ein positiver US-Arbeitsmarktbericht macht Hoffnung, dass die konjunkturelle Abkühlung nicht allzu stark ausfallen wird. Zwar verharrt die Arbeitslosenrate in den Vereinigten Staaten bei 9,1 Prozent. Allerdings wurden unter dem Strich 103.000 neue Jobs geschaffen. Analysten hatten mit einem Stellenplus von 55.000 gerechnet.
Sobald Silberwölkchen am Konjunkturhimmel sichtbar werden, profitiert in der Regel die Rohölpreisentwicklung. Die Gefahr eines Absturzes des Ölpreises unter die Marke von 70 Dollar kann vorerst abgehakt werden. Spekulanten dürften ebenfalls ihre Wetten auf kletternde Rohölpreise erhöhen, nachdem die Ölpreisentwicklung bei 74,95 Dollar am 4. Oktober 2011 eine Kehrtwende vollzog.
Unterdessen wird die steigende Rohölpreisentwicklung zu Beginn des vierten Quartals 2011 sofort beim Heizöl sichtbar. Der Heizölpreis erhöhte sich von 80,85 auf 82,50 Euro pro 100 Liter im Bundesdurchschnitt zwischen dem 4. Oktober und dem 7. Oktober 2011. Der Anstieg um 1,65 Euro bzw. +2,04 Prozent dürfte sich während der kalten Jahreszeit fortsetzen.
Die Heizölkosten in Deutschland haben sich in den letzten Monaten kaum durch die Talfahrt am Rohölmarkt reduziert. Als der Ölpreis auf 114,80 Dollar kletterte am 2. Mai 2011 und sein Jahreshoch erreichte, kostete Heizöl 82,60 Euro je 100 Liter. Aktuell ist Rohöl zwar um -27,73 Prozent billiger, paradoxerweise ist Heizöl jedoch teurer als vor fünf Monaten.
Neben der erhöhten Nachfrage nach Heizöl aufgrund des bevorstehenden Winters ist der weiche Euro schuld, dass sich die Heizöl- und von der Rohölpreisentwicklung abkoppeln konnte. Der Dollarkurs kletterte von 0,6874 auf 0,7477 Euro (+8,77 Prozent) zwischen dem 4. Mai und dem 7. Oktober 2011.