Montag, 10. Oktober 2011

Die Euribor und EZB Leitzins Entwicklung für 2012 prognostizieren

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat aktuell kaum Spielraum die Leitzinsentwicklung abzusenken. So lag die Inflation im Euroraum bei drei Prozent im September 2011 auf Jahressicht. Dadurch kann die EZB vorerst nicht an der Zinsschraube zu drehen. Oberster Ziel der Währungshüter ist es für stabile Preise in der Eurozone zu sorgen mit einer Teuerungsrate knapp unter zwei Prozent.

Es bleibt vorerst trotz Wirtschaftsabkühlung und Schuldenkrise bei einem Leitzinssatz im Euroraum in Höhe von 1,50 Prozent. Um für Preisstabilität zu sorgen, hat die EZB im April und Juli 2011 den Schlüsselzins jeweils um 0,25 Prozent angehoben. Allerdings droht dem Euroraum mittlerweile der Rückfall in eine Rezession und so wäre eine Leitzinssenkung durchaus angebracht, meinen Vertreter einer aggressiveren Geldpolitik nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed.

3-Monats Euribor Entwicklung 2011.

Der vor sich hin dümpelnde Leitzinssatz wirkt sich unmittelbar auf die Euribor Entwicklung aus. Der 3-Monats Euribor kann nicht mehr steigen wie noch in der ersten Jahreshälfte 2011. Der Geldmarktsatz steht aktuell bei 1,567 Prozent und pendelt seit Monaten in einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,53-1,60 Prozent. Der Euribor erreichte am 26. Juli 2011 bei 1,615 Prozent sein Jahreshoch 2011.

Typischerweise liegt die 3 Monats Euribor Entwicklung ein wenig über der EZB Leitzinsentwicklung. Wenn die Inflation im Euroraum in den nächsten Monaten zurück geht und die Europäische Zentralbank Handlungsspielraum für eine Zinssenkung bekommt, dann dürfte auch der Euribor fallen. Am Geldmarkt ist die Lage derzeit angespannt, weil die Banken sich untereinander nicht trauen und im erhöhten Umfang Geld bei der Zentralbank parken.