Die Gold- und Silberpreisentwicklung können ein wenig stabilisieren. Allerdings sind die aktuellen Feinunzenpreis bei 1.208 Euro (Gold) und 22,70 Euro (Silber) sehr weit von ihren Rekorden entfernt. So kostete das gelbe Edelmetall am 12. September 2011 noch 1.374 Euro je Feinunze bzw. 44,18 Euro pro Gramm. Bis zum 26. September sank der Goldkurs um -16,74 Prozent auf 1.144 Euro je Feinunze / 36,78 Euro pro Gramm.
Noch größer fielen die Verluste der Silberpreisentwicklung aus. Der Silberkurs rauschte runter von 31,00 auf 19,38 Euro je Feinunze (31,1 Gramm). Damit hat sich der Grammpreis von 0,99 auf 0,62 Euro verbilligt (-37,37 Prozent). Das sehr schwankungsanfällige Silber wird seinem Ruf erneut gerecht. Der Silbermarkt ist aufgrund seiner geringen Liquidität im Vergleich zum Goldmarkt hochspekulativ.
Analysten beurteilen die kräftige Talfahrt für die Goldpreisentwicklung als übertrieben. So veränderten sich die fundamentalen Rahmenbedingen für das gelbe Edelmetall in den letzten Wochen kaum. Allerdings habe sich Gold wie ein klassischer Rohstoff verhalten und bewegte sich wie der Aktienmarkt, sagte der Finanzexperte Adam Klopfenstein von MF Global Holdings der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Spekulanten beobachten aktuell das Verhältnis zwischen Gold und Silber. So kann man derzeit für eine Feinunze Gold umgerechnet 53 Feinunzen Silber kaufen. Als die Silberpreisentwicklung am Ostermontag 2011 auf das Rekordhoch von 34,23 Euro kletterte, lag das Verhältnis bei 30,44. Derzeit ist Silber im Vergleich zu Gold deutlich erschwinglicher als vor fünf Monaten.